Leitstelle Main-Tauber

Mit einer Fläche von rund 1.300 km² und einer Nord-Süd-Ausdehnung von über 100 km ist der Main-Tauber-Kreis einer der größten Landkreise in Baden-Württemberg. Etwa 138.000 Einwohner bevölkern 18 Städte und Gemeinden. Durch den Landkreis führen mehrere Bundesstrassen und die beiden Autobahnen A 3 und A 81. Auch die Trasse der DB AG in Nord-Süd und Ost-West-Richtung verläuft im Kreisgebiet.


Die Rettungs- & Feuerwehrleitstelle für den gesamten Main-Tauber-Kreis ist am Standort der Rettungswache in der Rotkreuzstrasse in Bad Mergentheim untergebracht. Hier werden zentral alle Notrufe für den Rettungsdienst und die Feuerwehr bearbeitet. Außerdem wird von hier u.a. auch die Wasserrettung (DLRG), das Technische Hilfswerk (THW), die Katastrophenschutzeinheiten, die Rettungshundestaffel Bad Mergentheim und die Notfallseelsorge im Main-Tauber-Kreis alarmiert und disponiert. Neben der Rettungshundestaffel Bad Mergentheim werden auch die Rettungshundeteams der "Trümmergruppe des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg" von Bad Mergentheim aus landesweit im Einsatzfalle alarmiert.
Alle Hilfeersuchen werden hier rund um die Uhr von erfahrenen Rettungsassistenten des Deutschen Roten Kreuzes entgegengenommen, welche außerdem in feuerwehrtechnische Belange weitergebildet wurden. Jährlich werden ca. 25.000 Einsätze disponiert - den Bereich des Kassenärztlichen Notfalldienstes nicht mit eingerechnet. Den Leitstellendisponenten steht dabei modernste Informations- und Kommunikationstechnik zur Verfügung, um bei Notrufen schnell und sicher die benötigte Hilfe leisten zu können.
Die Nachrichtentechnik beinhaltet unter anderem 8 ISDN-Leitungen für den Notruf 112 und 8 für die Rufnummer des Rettungsdienstes 19222 . Für den Bereich der Integrierten Leitstelle ist eine Notstromversorgung installiert. Die Systeme sind redundant ausgelegt, um auch bei einem technischen Ausfall einzelner Komponenten den Betrieb weiterhin reibungslos aufrecht zu erhalten.

Alle Einsatzfahrzeuge sind über Funk sowie über Funkmeldeempfänger jederzeit erreichbar. Die Leitstelle hat die Funkaufsicht und überwacht auch alle Funkgespräche im Rettungsdienstbereich.
Der Einsatzleitrechner erstellt bei den unterschiedlichen Einsatz-Szenarien einen entsprechenden Alarmvorschlag und führt „auf Knopfdruck“ diesen in kürzester Zeit aus. Den Rettungsdienstfahrzeugen werden die Einsatzaufträge über Datenfunk übermittelt. Dieser so genannte „Kurztext“ verhindert Hörfehler bei der verbalen Übermittlung von Einsatzdaten und stellt dadurch einen weiteren Sicherheitsaspekt dar; außerdem wird durch dieses System der Funkkanal enorm entlastet. Zusätzlich beinhaltet der Rechner ein Graphisches Informations-System (GIS). Hier sind Kartenwerke und Ortspläne in verschiedenen Maßstäben hinterlegt. Per Knopfdruck kann der Mitarbeiter sich jede gewünschte Strasse anzeigen lassen, um beispielsweise Rettungsfahrzeuge einzuweisen.
Für einen schnellen Informationsfluss zum Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion Tauberbischofsheim, den Rettungswachen und Krankenhäusern stehen der Leitstelle Direktleitungen zur Verfügung.
Enger Kontakt besteht auch mit den Nachbarleitstellen Ansbach, Aschaffenburg, Hohenlohe, Mosbach, Schwäbisch Hall und Würzburg, sowie im Katastrophenfall mit dem Katastrophenschutzstab.